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Minimal Invasiv

Minimal-invasive Techniken – Alles zu Wirkung, Kosten und Haltbarkeit

Die Zeichen der Zeit stehen früher oder später jedem Menschen ins Gesicht geschrieben. Die gute Nachricht ist, dass sie sich mit den richtigen Techniken deutlich mildern lassen. Früher waren dazu operative Verfahren nötig – mit Schnitten hinter den Ohren, unter dem Kinn und an den Schläfen, um die Haut zu straffen. Heutzutage werden diese Verfahren immer seltener durchgeführt. Der Grund: Minimal-invasive Techniken mit Hyaluronsäure, Botox und Co., die inzwischen so weiterentwickelt sind, dass sie operativen Verfahren fast den Rang ablaufen. Grundsätzlich werden unter minimalinvasiven Techniken Behandlungsformen mit kleinstem Trauma, also mit kleinstmöglicher Verletzung von Haut, Gewebe und Weichteilen, verstanden. So lässt sich der Traum eines schöneren Aussehens mit geringem Risiko, beinahe schmerzfrei und ohne bemerkenswerte Ausfallzeiten verwirklichen.

Was bedeutet minimal-invasiv?

Sanft, schnell und effizient: Minimalinvasive Techniken liegen im Trend. Grundsätzlich bezeichnet die minimal invasive Chirurgie als Oberbegriff operative Verfahren mit kleinstem Trauma – also mit kleinstmöglicher Verletzung von Haut, Gewebe und Weichteilen. Darunter fallen die laparoskopische Chirurgie, die endoskopische Operation durch natürliche Öffnungen und die thorakoskopische Chirurgie. Zunächst wurden die Begriffe der minimal invasiven Chirurgie und der sogenannten laparoskopischen Chirurgie nahezu synonym verwendet. Nachdem die Vorteile jedoch immer augenfälliger wurden, begann auch in anderen Bereichen die Entwicklung minimalinvasiver Techniken. Beispiele hierfür sind die thorakoskopische Chirurgie und die endoskopische Operation zur Spaltung des Retinaculum flexorum beim Karpaltunnelsyndrom
Das Einsatzgebiet, um das es im Folgenden gehen soll, ist die ästhetische Medizin. Hier kommen vor allem die Vorteile kleinerer Schnitte, einer rascheren Erholung und geringerer Schmerzen zum Tragen – und das ganz ohne Skalpell und Vollnarkose. Geeignet sind minimalinvasive Techniken daher für all jene Patientinnen und Patienten, die sich für einen frischeren Look nicht gleich unters Messer legen möchten. Das bekannteste Beispiel für eine minimalinvasive Behandlungsform ist die Faltenunterspritzung mit Dermal Fillern, zumeist auf Basis von Hyaluronsäure, deren Ergebnisse bereits nach der ersten Behandlung sichtbar sind. Regelmäßige Folgetermine halten das Resultat anschließend langfristig. Falten kann mit Botox der Kampf angesagt werden: Der Wirkstoff strafft das Gesicht bereits nach der ersten Behandlung. Weil es dabei auf die richtige Balance ankommt, sollten die gewünschten Ziele vor dem Eingriff sorgfältig abgeklärt werden. 

Welche Behandlungsformen sind möglich?

In der ästhetischen Medizin existieren viele verschiedene minimalinvasive Behandlungsformen, die sich je nach Bedarf variieren lassen. Die wohl bekannteste minimalinvasive Technik ist die Faltenunterspritzung mit Dermal Fillern, zumeist auf Basis von Hyaluronsäure. Diese Füllstoffe gelten als Wunderwaffe, wenn es darum geht, eine schöne und faltenfreie Haut zu erzielen. Dermal Filler werden direkt in die Haut gespritzt, um Falten von innen heraus aufzupolstern. Auch bestimmte Gesichtspartien, so zum Beispiel die Lippen, die Kieferlinie und die Wangen, können auf diese Art und Weise stärker betont werden. Hyaluronsäure ist in diesem Zusammenhang so beliebt, weil es sich bei dem Wirkstoff um einen natürlichen Bestandteil der Haut handelt. Aufgrund seiner feuchtigkeitsspendenden Eigenschaften lässt er trockene und glanzlose Haut merklich aufatmen. 
Moderne Dermal Filler auf Basis von Hyaluronsäure sind nicht nur vielseitig einsetzbar, sondern bestechen auch durch ihre natürlichen Ergebnisse – wichtig für Patientinnen und Patienten, die zwar frisch und erholt, aber nicht behandelt aussehen möchten. Ebenfalls häufig angewandt werden Dermal Filler auf Grundlage von Calciumhydroxylapatit – einem Wirkstoff, der nicht nur Falten glättet, sondern auch die körpereigene Kollagenproduktion anregt. Dadurch lässt sich die Hautqualität langfristig verbessern. Da der Großteil der Dermal Filler, die heutzutage verwendet werden, mit der Zeit vom Körper abgebaut wird, muss die Behandlung nach einigen Monaten wiederholt werden. Eine weitere minimalinvasive Technik, die vor allem bei Mimikfalten häufig zum Einsatz kommt, ist die Behandlung mit Botox: Hierbei handelt es sich um einen Eiweißstoff aus Bakterien, der mit feinen Nadeln direkt in den Gesichtsmuskel injiziert wird, der für die Falten verantwortlich ist. Dadurch büßt der Muskel an Aktivität ein, wodurch es zu einer wahrnehmbaren Entspannung der Mimik kommt. In der Folge glätten sich sie Falten sichtbar. Der Effekt einer Botoxbehandlung tritt für gewöhnlich innerhalb weniger Tage ein. Da sich das Bakterieneiweiß mit der Zeit abbaut, muss die Injektion jedoch regelmäßig wiederholt werden, wenn die Ergebnisse aufrechterhalten werden sollen. Neben der Faltenunterspritzung mit Hyaluronsäure und der Behandlung mit Botox existieren noch viele andere minimalinvasive Behandlungsformen, die an dieser Stelle unmöglich alle beschrieben werden können. Dazu gehören das Vampirlifting, das Microneedling, die Eigenfettbehandlung und das Fadenlifting.

Welche Ergebnisse können erzielt werden?

Abhängig von der gewählten Behandlungsform sorgen minimalinvasive Techniken grundsätzlich für einen sichtbar verjüngenden Effekt. Dermal Filler werden direkt unter die Haut gespritzt, wo sie Falten sichtbar aufpolstern. Aber auch Lippen, Kinn und Wangen sind Gesichtspartien, die mit Dermal Fillern, zumeist auf Basis von Hyaluronsäure, stärker betont werden können. Man kann dabei von einer Art der Gesichtsmodellierung sprechen – allerdings ganz ohne riskante und zeitintensive Operation. Die Ergebnisse der Faltenunterspritzung mit Hyaluronsäure überzeugen auf ganzer Linie: Nicht nur sieht die Patientin oder der Patient anschließend frisch und erholt aus – wird die Behandlungsform professionell durchgeführt, sind auch keine unerwünschten Nebeneffekte zu erwarten. So steht einem langfristig positiven Resultat nichts im Wege. 
Der aufpolsternde Effekt des Eingriffs zeigt sich unmittelbar nach der Injektion: Falten sehen deutlich geglättet aus, das Hautbild wirkt insgesamt strahlender. Um den Wünschen der Patientin oder des Patienten bestmöglich Rechnung zu tragen, empfiehlt es sich, einen erfahrenen Facharzt oder qualifizierten Heilpraktiker aufzusuchen, der in der ästhetischen Medizin bewandert ist. Nur so ist gewährleistet, dass der Patientin oder dem Patienten ein realistisches Abbild der zu erwartenden Ergebnisse vermittelt werden kann. Ähnlich verhält es sich mit der Botoxbehandlung, bei der es sich ebenfalls um eine minimalinvasive Technik handelt. Mit ihrer Hilfe können Falten, die durch die Aktivität der Gesichtsmuskeln entstanden sind, sichtbar geglättet werden. Botox ist ein Eiweißstoff aus Bakterien, der eingesetzt wird, um das Gesicht nachhaltig zu entspannen. Indem der Wirkstoff mit feinen Nadeln direkt in die betroffenen Muskeln gespritzt wird, können Mimikfalten effizient geglättet werden. Der wesentliche Vorteil ist, dass der Effekt sehr schnell, nämlich bereits nach wenigen Tagen, einsetzt. Da das Bakterieneiweiß sich mit der Zeit jedoch von selbst wieder abbaut, muss die Injektion regelmäßig erneuert werden, um für ein dauerhaftes Resultat zu sorgen. 

Welche Kosten fallen an?

Abhängig von der gewählten Behandlungsform unterscheiden sich die Kosten für einen minimalinvasiven Eingriff stark. Eine eindeutige Aussage lässt sich daher vorab nur schwer treffen – zumal auch andere Faktoren wie die Klinik, das verwendete Produkt und die Narkoseart die Kosten beeinflussen. Grundsätzlich muss bei minimalinvasiven Techniken wie der Faltenunterspritzung mit Hyaluronsäure oder der Behandlung mit Botox je nach Umfang mit 300 bis 1.000 Euro gerechnet werden. Im Falle der Hyaluronsäureunterspritzung kann für die Behandlung einzelner Gesichtsareale mit rund 350 Euro gerechnet werden. Im Falle der Botoxbehandlung muss pro Stelle und Injektion mit Kosten ab 250 Euro gerechnet werden. Um eine permanente Glättung zu gewährleisten, müssen Patientinnen und Patienten sich in diesem Zusammenhang darüber im Klaren sein, dass der Eingriff in regelmäßigen Abständen wiederholt werden muss. 
Dadurch fallen wieder neue Kosten an. Weil sowohl die Faltenunterspritzung mit Hyaluronsäure als auch die Behandlung mit Botox zudem ein rein ästhetischer Eingriff ist, übernehmen die Krankenkassen die Kosten nicht. Sie müssen also privat von der Patientin oder dem Patienten getragen werden.

Wer darf die Behandlung durchführen?

Unabhängig von der gewählten Behandlungsform ist es auch bei minimalinvasiven Techniken besonders wichtig, eine erstklassige Klinik mit einem kompetenten Behandler zu finden. Denn falsch ausgeführt, können auch minimalinvasive Behandlungsformen künstlich und unnatürlich aussehen. Aus diesem Grund sollten Qualität und Kompetenz bei der Wahl der Klinik immer an erster Stelle stehen. Grundsätzlich darf hierzulande jeder approbierte Arzt Faltenunterspritzungen mit Hyaluronsäure und Behandlungen mit Botox durchführen. Aus diesem Grund gibt es mittlerweile Behandler, die außerhalb ihres eigentlichen Fachgebiets tätig sind – nicht selten ein hohes Risiko für Patientinnen und Patienten. Denn zwar können in Wochenendkursen minimalinvasive Techniken gelernt werden – 
unerfahrenen Behandlern fehlen jedoch häufig die anatomischen Kenntnisse, die vonnöten sind, um einen fachärztlichen Qualitätsstandard gewährleisten zu können. Daneben dürfen auch qualifizierte Heilpraktiker minimalinvasive Behandlungen vornehmen – allerdings nur mit Hyaluronsäure, denn Botox ist ein verschreibungspflichtiges Medikament, das nur approbierten Ärzten vorbehalten ist.

Welche Risiken bestehen?

Bei minimalinvasiven Verfahren handelt es sich in den meisten Fällen lediglich um Injektionen, bei denen das Risiko für Komplikationen äußerst gering ist. Ödeme, leichte Schwellungen und Blutergüsse können zwar auftreten, sind in den meisten Fällen jedoch nicht behandlungsbedürftig. Innerhalb von ein paar Tagen sollten sie wieder verschwunden sein. Dasselbe gilt für Juckreiz, vorübergehende Schmerzen und Entzündungen, die bei empfindlichen Patientinnen und Patienten durchaus im Bereich des Möglichen liegen. Im Falle von Hyaluronsäure sind die Ergebnisse der Faltenunterspritzung direkt nach dem Eingriff sichtbar, allerdings können Rötungen, kleine Schwellungen und Hämatome die Wahrnehmung der Resultate beeinflussen. Unerwünschte Nebeneffekte treten vor allem bei unsachgemäßer Injektion auf: Eine zu oberflächliche Injektion in die Haut zum Beispiel kann zur Bildung von Wulsten und Knötchen führen. Wird der Füllstoff dagegen zu tief in die unteren Hautschichten injiziert, kann ein vorschneller Abbau die Folge sein. Aus diesem Grund ist die Injektion in eine bestimmte Tiefe bei Hyaluronsäure besonders wichtig. Im Falle von Botox sollten Patientinnen und Patientinnen sich darüber im Klaren sein, dass der Wirkstoff grundsätzlich sehr gut vertragen wird. Komplikationen treten daher auch hier nur sehr selten auf – und sind, falls sie es doch tun, in den meisten Fällen nur von sehr einfachem Charakter. An den Einstichstellen können leichte Rötungen und kleine Blutergüsse auftreten, die allerdings innerhalb weniger Stunden wieder abschwellen sollten. Echte Behandlungsfehler, die zum Beispiel zu einem hängenden Augenlid führen können, sind ausgesprochen selten. Durch eine Nachbehandlung lassen sie sich korrigieren. Alles in allem zählen minimalinvasive Techniken zu den schonendsten Eingriffen in der ästhetischen Medizin – und das nicht zuletzt aufgrund ihrer sehr geringen Komplikationsrisiken. Dennoch empfiehlt es sich, einen erfahrenen Behandler aufzusuchen, um unerwünschte Nebeneffekte auszuschließen. Immerhin können verunreinigte Produkte, ein unerfahrener Behandler und ungenügende Desinfektion unschöne Infektionen und unregelmäßige Ergebnisse zu begünstigen.

Wie lange sind die Ergebnisse sichtbar?

Abhängig von der gewählten Behandlungsform sind die Ergebnisse eines minimalinvasiven Eingriffs unterschiedlich lange sichtbar. Eine pauschale Aussage lässt sich daher nur schwer treffen. Hyaluronsäure zum Beispiel gilt als mittelfristig abbaubar, besitzt jedoch eine langanhaltende Wirksamkeit. Durch die Aufbereitung des Materials dauert es für gewöhnlich zwischen drei und zwölf Monaten, bis die Hyaluronsäure im Körper der Patientin oder des Patienten vollständig verstoffwechselt ist. Da der Wirkstoff jedoch eine Neubildung von Kollagenfasern im Bindegewebe bewirkt, halten die Effekte einer Faltenunterspritzung mit Hyaluronsäure mitunter auch länger an. Sogar dauerhafte Ergebnisse sind möglich, weil selbst nach dem vollständigen Abbau der Hyaluronsäure kollagenfaserreiches Bindegewebe zurückbleibt, das die Haut straffer und jugendlicher aussehen lässt. Zudem hängt die Haltbarkeit stark von der Unterspritzungstiefe ab: Je oberflächlicher der Füllstoff in die Haut der Patientin oder des Patienten injiziert wird, desto länger braucht der Körper, um die Hyaluronsäure abzubauen. Im Falle von Botox ist zu beachten, dass die Wirkung nach etwa drei Monaten wieder nachlässt. Allerdings ist auch hier davon auszugehen, dass die indirekte Wirkung der Substanz länger anhält. Die genaue Wirkdauer ist von Mensch zu Mensch unterschiedlich, liegt im Durchschnitt jedoch bei vier bis sieben Monaten. Durch eine zeitnahe Nachbehandlung nach etwa drei Monaten lässt sich der muskelentspannende Effekt auf die Haut der Patientin oder des Patienten merklich verlängern.

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