Wie kann man Plieseefältchen wieder los werden?

Raucherfalten entfernen
Wie werde ich Plisseefältchen wieder los?





Jeden Menschen holen irgendwann die Zeichen der Zeit ein: Schlaffe Haut und oberflächliche Falten können die Folge sein. Besonders im Gesicht machen uns feine Linien zu schaffen, die mit den Jahren immer tiefer werden. Auch die Lippenpartie ist Veränderungen unterlegen: Die Lippen verlieren an Volumen und Feuchtigkeit, wodurch sie sichtbar schmaler werden. Hinzu kommt, dass die Haut um den Mund weniger elastisch ist als früher – in der Folge bilden sich langsam erste Falten. Besonders unbeliebt sind die sogenannten Plisseefältchen oder Raucherfältchen, die je nach Veranlagung erst im hohen Alter, aber auch schon in jüngeren Jahren entstehen können. Sie sind recht kurz und außerordentlich fein – dadurch, dass sie strahlenförmig direkt über dem Lippenrand entstehen, haben sie jedoch einen sichtlichen Einfluss auf den gesamten Gesichtsausdruck. Die Mundfalten verlaufen vertikal, wodurch sie an die Falten eines Plisseerocks erinnern – daher ihr Name. Typisch ist, dass sie sich zu Anfang zumeist nur von der Oberlippe in Richtung Nase ziehen. Sichtbar sind sie in diesem Stadium nur, wenn der Mund bewegt wird. Später sind die perioralen Falten dann auch im Ruhezustand sichtbar. Im Folgenden erfahren Sie nicht nur, wie Plieseefalten entstehen, sondern auch, mit welchen Methoden sie sich besonders erfolgreich bekämpfen lassen.



Die Entstehung perioraler Falten

Periorale Falten entstehen durch den die abnehmende Qualität der Haut und den zunehmenden Verlust des Unterhautfettgewebes: Mit den Jahren produziert der Körper weniger Kollagen und Hyaluronsäure, was zum Verlust der Straffheit und Hautfestigkeit führt. Auch eine ausgeprägte Mimik, die familiäre Veranlagung sowie eine erhöhte Muskelaktivität rund um den Mund können ursächlich für unschöne Mundfalten sein. Natürlich tragen Umwelteinflüsse wie zu viel Sonne, UV-Strahlung oder sehr starkes Rauchen ebenfalls ihren Teil zur Faltenentstehung bei – nicht umsonst sind die Mundfältchen ja auch als Raucherfältchen bekannt. Beim Genuss von Zigaretten spitzen wir die Lippen: Eine Bewegung, die mit der Zeit zu den feinen Fältchen rund um den Mund führt. Aber auch Nichtraucher können von Plisseefalten betroffen sein – so zum Beispiel in Folge von hormonellen Veränderungen. Mundfältchen, die nicht nur besonders steil verlaufen, sondern zusätzlich auch in Kombination mit einer robusten und lederartigen Oberlippenhaut auftreten, weisen auf einen Mangel an Östrogen hin, wie ihn Frauen in ihren Wechseljahren nicht selten erleben. Anfangs machen sich die Fältchen über der Oberlippe meistens nur bei Bewegung bemerkbar. Später jedoch können sie auch im ruhenden Zustand sichtbar sein. Dadurch wird der gesamte Gesichtsausdruck enorm geprägt: Sichtbare Raucherfältchen lassen uns optisch einige Jahre älter aussehen. Schnell werden sie daher als störend empfunden. Zum Glück gibt es je nach Faltenlänge, Hautqualität und Faltentiefe einige Möglichkeiten, den unschönen Mundfalten den Kampf anzusagen. Im Folgenden möchten wir Ihnen drei minimalinvasive Behandlungsmethoden vorstellen, die die Mundpartie mehrere Jahre jünger wirken lassen können.

Unterspritzung mit Hyaluronsäure

Hyaluronsäureinjektionen sind eine sehr effiziente und ausgesprochen beliebte Technik, um Plieseefalten zu glätten. Zugleich wird die Feuchtigkeitsversorgung unterstützt. Die Hautqualität im Bereich der Oberlippe kann durch die Unterspritzung des Bereichs mit einer vernetzten Hyaluronsäure sichtlich verbessert werden. Zu diesem Zweck wird ein geeignetes Fillerprodukt in die Falten eingebracht, um sie von innen heraus aufzufüllen. Anschließend wirkt die Mundregion schön glatt. Hinzu kommt, dass der Wirkstoff die körpereigene Regeneration der feinen Haut im Mundbereich anregt. Wichtig ist, dass der Eingriff schrittweise durchgeführt wird – idealerweise verteilt über mehrere Sitzungen, um den gewünschten Effekt zu erzielen. Auch die richtige Auswahl der Nadel und des Fillerproduktes sind entscheidend. Für ein perfektes Ergebnis kann auf Wunsch der Patientin oder des Patienten zusätzlich die Oberlippe aufgespritzt werden. In welchem Bereich und mit welcher Technik die Plisseefältchen behandelt werden sollten, lässt sich vor Ort mit einem erfahrenen Arzt oder qualifizierten Heilpraktiker besprechen. Nach der Behandlung muss mit leichten Schwellungen gerechnet werden, die sich jedoch schnell wieder legen sollten. Die Kosten liegen zwischen 150 und 600 Euro pro Behandlung.

Behandlung mit PDO Fäden

Beginnende Raucherfalten können gut mit PDO Fäden behandelt werden. Hierbei werden die Oberlippenfältchen mit soliden Fasern aus Polydioxanon, einem speziellen chirurgischen Nahtmaterial, unterlegt, um den betroffenen Bereich über mehrere Monate hinweg zu fixieren und zu stabilisieren. Hinzu kommt, dass der langsame Abbau der Fäden im Körper zur Bildung neuer Kollagenfasern führt. Die Spezialfäden werden mit Hilfe einer Kanüle in die betroffene Hautstelle eingearbeitet, um das Gewebe von innen heraus aufzupolstern. Im Gegensatz zu einer Hyaluronsäureunterspritzung ist die Patientin oder der Patient unmittelbar nach der Fadeninjektion wieder gesellschaftsfähig – es kann aber sein, dass die Fäden zu Beginn bläulich durchschimmern. Auf der anderen Seite ist die Behandlungsmethode bei einem fortgeschrittenen Volumenverlust aber ungeeignet. Dennoch: Der Effekt einer Behandlung mit PDO Fäden kann jahrelang anhalten.

Unterspritzung mit Botox

Bei einer Unterspritzung mit dem Nervengift Botox beziehungsweise Botulinumtoxin werden die Falten nicht nur geglättet – ein frühzeitiger Eingriff kann auch die Entstehung weiterer Plisseefältchen stoppen, denn der Wirkstoff lähmt die Nerven in der Mundregion, wodurch die Muskelaktivität unterbunden wird. Wichtig ist, dass rechtzeitig mit der Faltenbehandlung begonnen wird. Ausschlaggebend für ein optimales Behandlungsergebnis sind die sorgfältige Dosierung und fachgerechte Anwendung. Denn eine höhere Dosierung würde zwar für ein glatteres Faltenbild im Oberlippenbereich sorgen – die Bewegungs- und Artikulationsstörungen, die damit einhergehen können, wären für die Patientin oder den Patienten jedoch nicht hinnehmbar.

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