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Hyaluronsäure – Alles zu Wirkung, Kosten und Haltbarkeit
Was ist Hyaluronsäure?
In jungen Jahren stellt der menschliche Körper noch reichlich Hyaluron her, wodurch die Haut prall, straff und elastisch bleibt. Doch schon in unseren Zwanzigern nimmt die körpereigene Hyaluronsäureproduktion kontinuierlich ab, wodurch ihr natürlicher Anteil im Körper zurückgeht. In der Folge verliert die Haut an Volumen, Spannkraft und Elastizität – erste Fältchen bilden sich. Zum Glück kann der Verlust durch geeignete Präparate künstlich ersetzt werden.
Als medizinischer Wirkstoff wird Hyaluron unter anderem zur Behandlung von Arthrose eingesetzt.
In der ästhetischen Medizin schätzt man dagegen die Anti-Aging-Wirkung der Substanz: Weit verbreitet ist hier vor allem die Unterspritzung mit Hyaluron. Hyaluronsäure-Arten kommen dabei verschiedene zum Einsatz, sind sie doch für unterschiedliche Einsatzzwecke gedacht: Abhängig davon, wie die Moleküle miteinander verbunden sind, wird von vernetztem und unvernetztem Hyaluron gesprochen.
- Besteht eine enge Verbindung zwischen den einzelnen Ketten, so handelt es sich um vernetztes oder quervernetztes Hyaluron. Diese Hyaluronsäureart ist für die Behandlung einzelner, tieferer Falten ideal. Durch die Injektion werden die Falten nachhaltig ausgeglichen.
- Unverbundenes Hyaluron auf der anderen Seite ist für die flächige Unterspritzung interessant. Hierbei wird das Präparat flächig unter die Haut injiziert, wo es dafür sorgt, dass der Teint sichtbar aufgepolstert wird.
Neben der Art, wie die Moleküle miteinander verbunden sind, wird Hyaluron auch hinsichtlich seines Ursprungs differenziert: So gibt es tierisches und synthetisches Hyaluron, das ebenso mit verschiedenen Größen der einzelnen Wirkstoffpartikel erhältlich ist. Die Größe der einzelnen Partikel entscheidet darüber, wie zähflüssig das Präparat am Ende ist. Abhängig davon, wie tief der Wirkstoff in die Haut eingebracht werden soll, kommen unterschiedliche Hyaluronsäure-Arten zum Einsatz.
Welche Anwendungsformen sind möglich?
In der ästhetischen Medizin werden hauptsächlich Hyaluron-Spritzen angewandt, weil hier vor allem die Unterspritzung mit Hyaluron im Mittelpunkt steht. Primär werden Hyaluron-Spritzen in den verschiedenen Arealen des Gesichts eingesetzt. Der klassische Anwendungsbereich für die Unterspritzung mit Hyaluron ist das untere Gesichtsdrittel – vor allem im Falle von Marionettenfalten, oberen Lippenfältchen und Nasolabialfalten. Aber auch zum Volumenaufbau der Lippen, des Kinns und der Wangen kann Hyaluron eingesetzt werden.
Darüber hinaus eignet sich der Wirkstoff für Kinn- und Nasenkorrekturen.
Außerhalb des Gesichts ist Hyaluron vornehmlich für Behandlungen der Hände, des Gesäßes, der Brüste oder des Dekolletés geeignet – und zwar sowohl zur Formung als auch zur Verbesserung der Hautqualität in ihrer Gesamtheit.
Aufgrund der zahlreichen Anwendungsformen ist Hyaluron in verschiedenen Dichtezonen, diversen Molekulargewichten und unterschiedlichen Konzentrationsstärken verfügbar, die je nach Wirkung, Einsatzart und Behandlungsbereich eingesetzt werden. So wird für eine dezente Unterfütterung feiner Fältchen ein eher dünnflüssiges Präparat benötigt, während beim Aufbau schmaler Lippen eine festere Substanz besser geeignet ist, um den gewünschten Volumeneffekt zu erzielen.
Grundsätzlich gilt, dass die Hyaluronsäurepräparate zur Unterspritzung, die für gewöhnlich synthetisch im Labor hergestellt werden, strenge Kontrollen durchlaufen. Nur so ist es möglich, höchste Qualitätskriterien zu erfüllen. Zur Unterspritzung werden sehr dünne Kanülen eingesetzt, die kaum Schmerzen verursachen. Hinzu kommt, dass die Behandlung effizient und risikoarm ist. Der erzielte Effekt hält etwa sechs bis zwölf Monate lang an – danach muss eine erneute Unterspritzung vorgenommen werden. Neben der Injektion von Hyaluron in die Haut ist auch eine Anwendung in Form einer Hyaluron-Creme möglich: Auf sie schwört die Kosmetikindustrie, um leichte Fältchen zu beseitigen. Der erzielbare Effekt beschränkt sich hier jedoch auf die physikalische Wasserbindung, um die obersten Hautschichten optisch zu verjüngen. Eine Tiefenwirkung, wie sie durch eine Unterspritzung möglich ist, kann nicht erzielt werden, weil das eingesetzte Hyaluron die tieferen Hautschichten gar nicht erreichen kann. Auch ein Langzeiteffekt auf das Bindegewebe kann ausgeschlossen werden.
Welche Ergebnisse können erzielt werden?
Anders als bei der Botoxbehandlung lassen sich Alterserscheinungen, die aufgrund von erschlafftem Bindegewebe und altersbedingtem Elastizitätsverlust entstanden sind, gezielt verfeinern. Aufgrund ihrer Anti-Aging-Wirkung spendet die Substanz nicht nur Feuchtigkeit – sie ist zugleich auch dazu in der Lage, diese Feuchtigkeit in den unteren Hautschichten zu binden. Dadurch kann die Oberhaut sichtbar geglättet und angehoben werden. Die Ausprägung von Alterserscheinungen wird deutlich gemildert, wodurch das Gesicht der Patientin oder des Patienten insgesamt jünger aussieht. Durch die Injektion in mittlere und tiefere Hautschichten hält der erzielte Effekt bis zu zwölf Monate lang an.
Effizient und sinnvoll ist eine Unterspritzung mit Hyaluron unter anderem bei Stirnfalten, Zornesfalten, tiefen Krähenfüßen, Nasolabialfalten und Marionettenfalten – auch, wenn diese bereits sehr tief ausgeprägt sind. Daneben eignet sich Hyaluron zur Modellierung der Gesichtszüge. Möglich sind zum Beispiel eine Anhebung der Augenbrauen, eine Begradigung der Nase und eine Hervorhebung der Kinnpartie. Um das Gesicht der Patientin oder des Patienten schmaler wirken zu lassen, kann Hyaluron in die Wangen injiziert werden. Maskulinere Gesichtszüge lassen sich durch eine Injektion in das Kinn, die Wangenknochen oder die Wangenwölbung erzielen. Des Weiteren können auch der Hals, die Hände und das Dekolleté mit Hyaluron behandelt werden. Bereits direkt nach dem Eingriff können Patientinnen und Patienten wieder Ihrem gewohnten Alltagsleben nachgehen – mit Ausfallzeiten muss nicht gerechnet werden.
Welche Kosten fallen an?
Wer darf die Behandlung durchführen?
Welche Risiken bestehen?
Wie lange sind die Ergebnisse sichtbar?
- das behandelte Areal,
- der Hauttyp und
- das genutzte Hyaluronsäurepräparat.
Damit das erzielte Ergebnis möglichst lange anhält, ist es wichtig, dass die Patientin oder der Patient sich vor und nach dem Eingriff präzise an die Anweisungen des Behandlers hält. Dazu gehört, die Einstichstellen möglichst nicht zu berühren. Durch ausreichendes und regelmäßiges Wassertrinken kann dafür gesorgt werden, dass der Körper mit ausreichend Flüssigkeit versorgt wird. Das wirkt sich positiv auf den Volumeneffekt des Hyalurons aus. Zum Schutz der Haut sollte die Patientin oder der Patient für einige Tage auf Sauna, Sonnenbäder und Solarium verzichten. Auch gesunde Lebensgewohnheiten, so zum Beispiel der Verzicht auf Alkohol und Zigaretten, hat im Allgemeinen einen positiven Einfluss auf die Wirkungsdauer einer Hyaluronsäurebehandlung.