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Biostimulation

Biostimulation – Alles zu Wirkung, Kosten und Haltbarkeit

Mit zunehmendem Alter verliert die Haut nach und nach ihr festes, straffes und jugendliches Aussehen. In den betroffenen Regionen entstehen in der Folge erste Falten. Der Grund: Die hauteigenen Stoffe, die unser Gewebe bis dato frisch, elastisch und geschmeidig gehalten haben, werden nicht mehr in ausreichender Menge produziert – vornehmlich Elastin und Kollagen. Gebildet werden sie von den Fibroblasten, die ihre Arbeit mit den Jahren mehr und mehr einstellen. In der Folge mangelt es der Haut zunehmend an dem stabilen Gerüst, das ihre innere Struktur bislang gestützt hat.

Zum Glück lässt sich dieser Kreislauf mit Hilfe der kosmetischen Medizin effizient durchbrechen: Die sogenannte Biostimulation kann dazu beitragen, sichtbare Hautfalten zu glätten und verlorenes Hautvolumen zu erneuern. Zu diesem Zweck kommen in den meisten Fällen Dermal Filler auf Grundlage von Poly-L-Milchsäure zum Einsatz, die sich durch ihre doppelte Wirksamkeit als Faltenfüller und Kollagenstimulans auszeichnen. Im Rahmen der Biostimulation wird die Haut also nicht nur aufgepolstert – auch die Collagenese, also die Hautregeneration und Neubildung körpereigener kollagener Fasern, wird zur langfristigen Verjüngung angeregt. 

Was ist Biostimulation?

Die sogenannte Biostimulation bezieht sich auf die Anregung beziehungsweise Wiederbelebung der hauteigenen Regenerationsprozesse mit Hilfe spezieller Dermal Filler – in den meisten Fällen auf Grundlage von Poly-L-Milchsäure. Hierbei handelt es sich um einen Wirkstoff, der nicht nur Falten auffüllt und Volumen wiederherstellt, sondern auch die hauteigene Elastin- und Kollagenproduktion anregt. Dadurch sorgt die Biostimulation für einen natürlichen Liftingeffekt, neu definierte Gesichtskonturen und eine verbesserte Hautqualität. Durch die Anregung der körpereigenen Kollagenproduktion erhält das Gewebe neue Spannkraft, wodurch die Haut praller und straffer erscheint. Die eingesetzte, synthetisch hergestellte Polymilchsäure wird seit mehr als 30 Jahren in der kosmetischen Medizin eingesetzt – und gilt dementsprechend als sehr sicher und gut verträglich. Der Körper baut sie vollständig ab, wobei ein Teil bleibend mit körpereigenem Kollagen ersetzt wird. 
Der biostimulierende Effekt und die langanhaltenden Ergebnisse der Biostimulation sind wissenschaftlich erwiesen. Im Rahmen der Behandlung wird das zu behandelnde Areal zunächst markiert, ehe die Injektionspunkte örtlich betäubt werden. Dann wird der jeweilige Dermal Filler mit sehr feinen Nadeln in das zu behandelnde Areal injiziert. Dort simuliert er die Stützfunktion der Kollagenfasern – und gleicht Hautfalten und Volumenverluste auf diese Art und Weise allmählich aus. Zugleich wird die Elastin- und Kollagenproduktion des Gewebes angeregt, wodurch ein neues, sehr festes Fasernetz aus Elastin und Kollagen entsteht, das nachhaltig für eine verbesserte Hautqualität, neu definierte Konturen und einen natürlichen Liftingeffekt sorgt. In den Wochen und Monaten nach der Biostimulation baut sich die eingesetzte Polymilchsäure auf natürliche Art und Weise langsam wieder ab. Die Wirkung, die Anzahl der benötigten Anwendungen und die Haltbarkeit sind in diesem Zusammenhang nicht nur vom verwendeten Dermal Filler, sondern auch vom Alter, von der genetischen Ausstattung und vom Hautzustand der Patientin oder des Patienten abhängig. 

Wie wirkt Biostimulation?

Bei der verwendeten Poly-L-Milchsäure, die in den meisten Fällen die Grundlage, der im Rahmen der Biostimulation eingesetzten Dermal Filler bildet, handelt es sich um eine biosynthetische Substanz, die eine Neubildung des Gewebes anregt. Indem sie Falten von innen heraus auffüllt, sorgt sie für ein frischeres, strafferes und jugendlicheres Hautbild. Auch mehr Volumen kann Polymilchsäure erzeugen – und eignet sich daher zum Beispiel zur Aufpolsterung eingefallener Wangen. Des Weiteren wird im Rahmen der Biostimulation die Collagenese, also die Kollagenbildung, angeregt. 
Die verwendete Polymilchsäure arbeitet in den tieferen Schichten der Haut, um die zu behandelnden Areale zu glätten und zu straffen. Durch die Stimulation der Neubildung körpereigener kollagener Fasern erscheint das Hautbild der Patientin oder des Patienten deutlich praller und elastischer. Ein weiterer erzielbarer Effekt ist die Neuformung der Gesichtskontur durch die Beseitigung störender Alterserscheinungen – und das alles ohne die Risiken einer Operation. Grundsätzlich kann der ambulante Eingriff in weniger als einer halben Stunde durchgeführt werden. Er gilt als risikoarm – mit ernsthaften Komplikationen oder längeren Ausfallzeiten ist also nicht zu rechnen. Der verwendete Wirkstoff basiert auf unserer körpereigenen Milchsäure, wird jedoch als volumengebendes Füllmaterial im Labor entwickelt. Dadurch sind Behandlungen im Bereich der Biostimulation gemeinhin gut verträglich und langanhaltend wirksam. Je nach Ausmaß der Faltenbildung kann jedoch eine wiederholte Behandlung für ein zufriedenstellendes Ergebnis angebracht sein. 

Welche Einsatzgebiete sind möglich?

Grundsätzlich wirkt die Biostimulation dem natürlichen Alterungsprozess entgegen. Indem der Wirkstoff die Kollagenproduktion anregt, gleicht er Volumendefizite, erste Hautfalten und Spannkraftverluste gezielt aus. In der Folge eignet sich die Behandlung für eine Vielzahl von Einsatzgebieten – so zum Beispiel für die großflächige Unterspritzung von Dekolletéfalten, die Korrektur eingefallener Wangen oder den großflächigen Volumenaufbau der Wangen. Die Konturierung der Unterkieferlinie, die Nasenformung und die Auffüllung der Hände sind weitere Anwendungsbereiche. Typische Faltenarten, die sich im Rahmen der Biostimulation auffüllen lassen, sind Marionettenfalten, Nasolabialfalten und Mundwinkelfalten. Auch der Schläfen- und Augenbrauenbereich ist einer Behandlung im Bereich der Biostimulation zugänglich. 

Welche Ergebnisse können erzielt werden?

Spezielle Dermal Filler, so zum Beispiel Ellansé, Sculptra oder Radiesse, sind dazu in der Lage, durch Biostimulation die Regenerationsfähigkeit der Haut wiederherzustellen. In die Haut injiziert, stimulieren sie die Stützfunktion der Elastin- und Kollagenfasern – und aktivieren die Fibroblasten auf diese Art und Weise dazu, neue Hautbausteine zu bilden. Dadurch wird die Haut der Patientin oder des Patienten dazu veranlasst, wieder vermehrt genau jene Stoffe zu produzieren, die für ein frischeres, strahlenderes und jugendlicheres Aussehen sorgen. Der Elastin- und Kollagenaufbau wirkt sich dabei besonders positiv auf die Qualität, Festigkeit und Elastizität der Haut aus – erzeugt er doch einen natürlichen, von innen heraus wirkenden Liftingeffekt, der sogar dazu in der Lage ist, die Gesichtskonturen neu zu definieren.

In den Wochen und Monaten nach der Behandlung bildet sich nach und nach ein neues Netz aus frischem Elastin und Kollagen. Zeitgleich wird der Dermal Filler natürlicherweise wieder vom Körper abgebaut. Zurück bleibt ein dauerhaft jüngeres Aussehen. Bis hin zum finalen Ergebnis müssen Patientinnen und Patienten allerdings ein wenig Geduld aufbringen: Denn die Biostimulation liefert grundsätzlich keine sofortigen Ergebnisse, weil die Collagenese ein längerer Prozess ist. Bis zur vollständigen Wirkung vergehen für gewöhnlich einige Monate. Danach hält die Wirkung dann aber ein bis zwei Jahre an. 
Die Behandlung selbst ist unkompliziert: Mit einer feinen Nadel wird der entsprechende Dermal Filler, meist ein Fillerprodukt auf Grundlage von Polymilchsäure, in die Haut injiziert und einmassiert. Danach werden die Einstichstellen gekühlt und nachbehandelt – zumeist mit einer speziellen Pflege, die die Heilung beschleunigt. Nach nur etwa 30 Minuten kann die Patientin oder der Patient wieder seinem normalen Alltag nachgehen. Üblicherweise wird die Behandlung danach noch ein- bis zweimal im Abstand von jeweils acht Wochen wiederholt. Geeignet ist die Biostimulation vornehmlich für Patientinnen und Patienten, die viel Wert auf Natürlichkeit legen, allmählich auftretende Alterserscheinungen jedoch ausgleichen möchten. Betroffen sind vor allem Patientinnen und Patienten im Alter zwischen 35 und 50 Jahren, bei denen ein Facelift noch nicht angeraten ist. 

Welche Kosten fallen an?

Grundsätzlich kostet eine Behandlung im Bereich der Biostimulation zwischen 200 und 500 Euro. Pauschale Aussagen sind allerdings schwierig, weil der tatsächliche Preis am Ende von mehreren Faktoren wie dem Arzthonorar, der Größe des zu behandelnden Areals und den Produktkosten abhängt. Patientinnen und Patienten sollten sich außerdem darüber im Klaren sein, dass oft mehrere Sitzungen nötig sind, um die gewünschten Effekte zu erzielen. Nach einigen Monaten muss die Behandlung wiederholt werden, weil die verwendete Polymilchsäure nach und nach vom Körper abgebaut wird. Weitere Kosten, die aufgrund der rein ästhetisch indizierten Natur der Behandlung nicht von der Krankenkasse übernommen werden, sind die Folge.
Es empfiehlt sich daher, den zuständigen Behandler schon vor Beginn der Behandlung danach zu fragen, mit welchen Kosten auf Dauer zu rechnen ist. Eine professionelle Beratung ist in diesem Zusammenhang unverzichtbar. 

Wer darf die Behandlung durchführen?

Ganz gleich, für welches Füllmaterial sich Patientinnen und Patienten entscheiden: Wichtig ist, dass sie sich vor einer Behandlung im Bereich der Biostimulation über Risiken, das kosmetische Ergebnis und Nebenwirkungen aufklären lassen – am besten im Rahmen eines persönlichen Beratungsgesprächs bei einem erfahrenen Behandler, der mit der Anatomie der Körperstrukturen vertraut ist. Das kann zum Beispiel ein Facharzt für Ästhetisch-Plastische Chirurgie sein. Für die Wahl des richtigen Behandlers sind unter anderem die Spezialisierung, die Expertise im Bereich Biostimulation und der Facharzttitel wichtig. Nur so ist gewährleistet, dass die strengen Qualitätsstandards in der kosmetischen Medizin zuverlässig eingehalten werden – und dass das Ergebnis am Ende wie gewünscht ausfällt. 
Andernfalls gehen Patientinnen und Patienten mitunter ein überhöhtes Risiko für schlechte Ergebnisse oder gar Deformitäten ein. Zwar kann hierzulande grundsätzlich jeder approbierte Arzt in Wochenendkursen Unterspritzungen erlernen – nicht spezialisierten Behandlern fehlt jedoch oft die praktische Erfahrung, die im Umgang mit Dermal Fillern vonnöten ist. 

Welche Risiken bestehen?

Im Allgemeinen gilt die Biostimulation mit Hilfe von Dermal Fillern auf Grundlage von Polymilchsäure als risikoarm. Da die eingesetzten Dermal Filler synthetisch und biokompatibel sind, ist auch kein Allergietest nötig. Wie bei jeder Injektion kann es allerdings auch bei einer Behandlung im Bereich der Biostimulation zu Hämatomen, leichten Rötungen und Schwellungen an den Einstichstellen kommen. Diese Begleiterscheinungen klingen in den meisten Fällen jedoch zeitnah von selbst wieder ab. In seltenen Fällen sind auch kleine Knötchen, verhärtete Bereiche und leichte Flüssigkeitseinlagerungen im Gewebe denkbar, die jedoch behandelbar sind. Nicht anwenden sollte man Füllmaterialien, wenn eine Hauterkrankung vorliegt.

Alles in allem gilt die Biostimulation als eine schonende, doch wirkungsvolle Alternative zum Facelift. Weil die verwendete Polymilchsäure ein Wirkstoff ist, der im Laufe der Zeit natürlicherweise wieder vom Körper abgebaut wird, sind die Begleiterscheinungen minimal. Zudem lassen sich im Gegensatz zu einem operativen Eingriff allmählich eintretende, natürlich wirkende Ergebnisse erzielen. Patientinnen und Patienten spüren bei der Behandlung nur sehr wenig. Eine Kühlpackung, die unmittelbar nach der Behandlung aufgelegt wird, kann helfen, das leichte Brennen der Haut, das mit der Injektion einhergehen kann, zu beruhigen. Gegebenenfalls kann auch eine lokale Betäubung durchgeführt werden. 

Wie lange sind die Ergebnisse sichtbar?

Im Anschluss an eine Behandlung im Bereich der Biostimulation dauert es manchmal einige Zeit, bis die ersten Ergebnisse zu sehen sind. Denn das Wirkprinzip der eingesetzten Dermal Filler basiert darauf, die Kollagenbildung anzuregen – ein längerer Prozess, der nicht sofort einsetzt. So ist der maximale Effekt in vielen Fällen erst nach einigen Monaten sichtbar – dann aber auch für ein bis zwei Jahre. Das belegen klinische Studien. Danach kann die Behandlung zu jeder Zeit wiederholt werden. Der Gesamteffekt ist nach etwa zwei bis drei Monaten sichtbar. Durch die sanfte und graduelle Verbesserung der Hautqualität eignet sich die Biostimulation vor allem für Patientinnen und Patienten, die viel Wert auf natürliche Ergebnisse mit langer Haltbarkeit legen. 
Nach drei Anwendungen im Abstand von jeweils zwei Monaten werden nur noch alle zwei bis zweieinhalb Jahre Auffrischungsbehandlungen benötigt, um die erzielten Ergebnisse zu bewahren. Damit die Resultate möglichst lange sichtbar sind, sollten Patientinnen und Patienten direkt nach der Behandlung für etwa 24 Stunden auf Make-up verzichten. Dasselbe gilt für Saunagänge, Schaumbäder und Schwimmbadbesuche. Direkte Sonneneinstrahlung ist in der ersten Woche nach der Behandlung ebenfalls tabu. Um die Haut bestmöglich zu schützen, empfiehlt sich ein Lichtschutzfaktor von mindestens 50 – wobei ein hoher Sonnenschutz ohnehin eine Selbstverständlichkeit sein sollte, um die Haut vor frühzeitiger Hautalterung zu bewahren. Körperliche Anstrengung und intensiver Sport sind 24 Stunden nach der Behandlung wieder möglich. 

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