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Mimikfalten, Therapie- und Behandlungsmöglichkeiten

Mimikfaltenbehandlung – Alles zu Wirkung, Kosten und Haltbarkeit

Ein ereignisreiches Leben hinterlässt sichtbare Spuren – und das nicht nur in unserer Erinnerung, sondern auch in unserem Gesicht. Durch unsere Mimik zeigen Mund, Augen und Stirn unsere Emotionen: Ärger, Freude und Anspannung zeichnen sich in unseren Zügen ab. Wenn sich unsere Gesichtsmuskeln zusammenziehen, falten sich die Hautpartien, die mit ihnen verbunden sind. Je häufiger das passiert, desto eher bilden sich feine Linien und erste Fältchen – vor allem, wenn die Haut im Laufe der Jahre bereits an Spannkraft und Elastizität verloren hat. Mit der Zeit vertiefen sich die mimischen Falten im Gesichtsbereich. Viele Menschen empfinden diese bleibenden Falten als störend, zumal sie ein falsches Erscheinungsbild vortäuschen können. Denkerfalten und Zornesfalten zum Beispiel können ein grimmiges Aussehen hervorrufen. Sie entstehen, wenn die Stirn oft gerunzelt und die Augenbrauen regelmäßig zusammengezogen werden. Dem Gesicht geben Falten auf die Mimik einen sorgenvollen Ausdruck, obwohl sie gar nichts mit Zorn zu tun haben. Krähenfüße und Lachfältchen auf der anderen Seite entstehen beim Lachen. Sie verleihen dem Gesicht einen freundlichen Ausdruck. Obwohl es natürlich im Auge des Betrachters liegt, ob Mimikfalten als störend empfunden werden, fühlen sich manche Menschen nicht wohl damit – vor allem dann, wenn die dynamischen Falten gar nicht mehr verschwinden. In diesem Fall kann die ästhetische Medizin zu Rate gezogen werden. Die wohl gängigste Behandlungsform ist eine Mimikfaltenbehandlung mit Botox – gelegentlich ergänzt durch eine Faltenunterspritzung mit Hyaluronsäure

Was sind mimische Falten?

Unser Gesicht, genauer gesagt die Gesichtsmuskulatur, ist ständig in Bewegung. Bedingt durch die unsere Mimik rümpfen wir die Nase, kräuseln wir die Lippen und runzeln wir die Stirn. Das alles passiert meist unbewusst, ohne dass wir es merken. Bis etwa Mitte 30 bleiben die ständigen Gesichtsbewegungen ohne Folgen für das Aussehen. Die Haut glättet sich dann von selbst wieder, sobald das Gesicht entspannt wird. Im Laufe der Zeit aber entstehen die sogenannten Mimikfalten, die sich zum Beispiel in Form von Denkerfalten, Krähenfüßen, Lachfältchen und Zornesfalten in unseren Zügen abzeichnen. Später ist auch die Mund- und Nasenregion betroffen. Die ersten Fältchen werden nur von den wenigsten Betroffenen als störend wahrgenommen. 
Vertiefen sie sich jedoch, können sie zu einem Problem werden: Denn das Gesicht verliert dadurch seine jugendliche Frische und natürliche Vitalität. Eine alte, fahle und mürrische Wirkung kann eintreten. Die Ursachen für die Entstehung von Falten auf die Mimik sind, wie bereits erwähnt, vor allem auf das ständige Mienenspiel und die regelmäßige Bewegung der Gesichtsmuskulatur zurückzuführen.

Wie stark und wann genau sich Falten der Gesichtshaut ausbilden, ist individuell sehr unterschiedlich – abhängig davon, wie lebhaft die eigene Mimik ist. Eine andere Ursache ist der natürliche Alterungsprozess der Haut, der immer auch erblich bedingt ist. Schon ab Mitte 30 verlangsamt sich der Prozess der Zellerneuerung mehr und mehr. Dadurch wird die Haut nicht nur schlechter durchblutet, sondern regeneriert sich auch langsamer. In der Folge produziert der Körper immer weniger Elastin und Kollagen, die als Feuchtigkeitsspeicher fungieren. Die Haut verliert an Spannkraft und Elastizität. Hinzu kommen externe Faktoren wie Umweltgifte, freie Radikale und Sonnenbestrahlung, die die Haut nachhaltig schädigen können. So wird der Alterungsprozess zusätzlich beschleunigt. Auch der Lebensstil spielt eine entscheidende Rolle: Wenig Schlaf, Stress und ungesunde Ernährungsgewohnheiten mit unzureichender Flüssigkeitszufuhr wirken sich negativ aus, weil sie die Durchblutung der Haut behindern. Auch durch den Konsum von Alkohol und Nikotin kann die Versorgung mit Sauerstoff und Nährstoffen gestört sein. 

Welche Behandlungsformen sind möglich?

Die gängigste Behandlungsform, um Falten im Gesicht etwas entgegenzusetzen, die auf die eigene Mimik zurückzuführen sind, ist gemeinhin die Botoxbehandlung. Hierbei wird das Nervengift Botulinumtoxin oder Botox in verschiedene Gesichtsmuskeln injiziert, um auf diese Art und Weise die Nerven in den ausgewählten Muskeln einzuschränken. In der Folge werden die behandelten Bereiche gezielt gelähmt. Dadurch kann die Haut sich wieder glätten und entspannen. Die unbehandelten Areale werden selbstverständlich nicht in ihrer Funktion eingeschränkt. Vielmehr soll eine Mimikfaltenbehandlung mit Botox unbewusste Gesichtsbewegungen stoppen, ohne dadurch die Mimik und das Ausdrucksvermögen der Patientin oder des Patienten zu behindern. Die Botoxbehandlung ist die perfekte Behandlungsform, um Denkerfalten, Krähenfüße und Zornesfalten zu minimieren. Auf Wunsch kann sie mit einer weiteren gängigen Behandlungsform kombiniert werden: der Faltenunterspritzung mit Hyaluronsäure, die zunächst „nur“ mechanisch wirkt. Durch die Unterfütterung der Haut wird das Gewebe dezent aufgepolstert, so dass bereits bestehende Mimikfalten sich in ihrem Erscheinungsbild mit sofortiger Wirkung minimieren lassen. Zudem fördert Hyaluronsäure die Bildung von Kollagen sowie die Speicherung von Feuchtigkeit in Haut und Gewebe. Welche Behandlungsform sich am besten für eine Patientin oder einen Patienten eignet, ist von Fall zu Fall unterschiedlich. Fest steht jedoch, dass die Botoxbehandlung grundsätzlich die effizienteste Methode ist, wenn dynamische Falten behandelt werden sollen. Denn weil diese Falten durch die Anspannung der tieferen Gesichtsmuskulatur entstehen, können sie besonders gut durch Botox behoben werden. 
Dagegen ist von einer Mimikfaltenbehandlung mit Botox abzuraten, wenn die Falten durch die sinkende Elastizität und zunehmende Schlaffheit der Haut entstanden sind. In diesem Fall sind andere Behandlungsformen besser geeignet. Ebenfalls nicht angewandt werden sollte Botox, wenn akute Hauterkrankungen oder bestimmte Erkrankungen wie Myopathie, Myasthenia gravis oder Blutgerinnungsstörungen vorliegen. Auch die Einnahme entsprechender Medikamente kann Patientinnen und Patienten von einer Botoxbehandlung ausschließen. Dasselbe gilt für Schwangerschaft und Stillzeit. 

Welche Ergebnisse können erzielt werden?

Grundsätzlich ist eine Botoxbehandlung eine sehr einfache, doch effiziente Behandlungsform zur Glättung von Falten der Gesichtshaut. Bei regelmäßiger Behandlung haben Patientinnen und Patienten den Vorteil, dass auch zukünftig keine Mimikfalten mehr entstehen können. Dadurch wird das Ergebnis dauerhaft haltbar. Indem sich die Gesichtsmuskulatur nachhaltig entspannt, werden dynamische Falten schwächer. Mit der Zeit können sie sogar ganz abklingen. Die Faltenunterspritzung mit Hyaluronsäure wirkt im Vergleich dazu etwas anders: Mit ihrer Hilfe können Falten im Gesicht von innen heraus aufgepolstert werden. Der auffüllende und erfrischende Effekt zeigt sich unmittelbar nach der Injektion. So kann insgesamt eine rehydrierende Hautverjüngung erzielt werden. Grundsätzlich bietet eine Mimikfaltenbehandlung, sei es nun eine Mimikfaltenbehandlung mit Botox oder eine Faltenunterspritzung mit Hyaluronsäure, viele Vorteile für Patientinnen und Patienten. Die erprobten Wirkstoffe zeichnen sich durch optimale Ergebnisse bei größtmöglicher Verträglichkeit aus. Auf der anderen Seite müssen Mimikfaltenbehandlungen, vor allem die Faltenunterspritzung mit Hyaluronsäure, regelmäßig wiederholt werden, um eine dauerhafte Faltenglättung zu gewährleisten. Wie schnell der Körper die injizierten Wirkstoffe absorbiert, ist dabei von Patient zu Patient unterschiedlich. 

Welche Kosten fallen an?

Bei einer Mimikfaltenbehandlung muss je nach Umfang mit Kosten zwischen 300 und 1.000 Euro gerechnet werden. Patientinnen und Patienten sollten sich in diesem Zusammenhang darüber im Klaren sein, dass die Behandlung in regelmäßigen Abständen wiederholt werden muss, um eine permanente Glättung zu erreichen. Dadurch fallen wieder neue Kosten an. Eine Mimikfaltenbehandlung mit Botox kostet pro Stelle und Injektion des Wirkstoffs ab 250 Euro. Weil es sich um einen rein ästhetischen Eingriff handelt, werden die Kosten nicht von den Krankenkassen übernommen, sondern müssen privat getragen werden. Die Kosten für eine Faltenunterspritzung mit Hyaluronsäure hängen stark von der Größe der Hautregion ab, die behandelt werden soll. Hier ist grundsätzlich mit Kosten zwischen 300 und 700 Euro zu rechnen. 

Wer darf die Behandlung durchführen?

Mimikfaltenbehandlungen mit Botox dürfen grundsätzlich nur von Fachärzten mit einer spezifischen Ausbildung und genauen Kenntnis der Gesichtsanatomie durchgeführt werden. Denn nur sie können genau beurteilen, welche Wirkung eine Botoxbehandlung haben kann – und wissen, welche Dosierung für den gewünschten Effekt benötigt wird. Das Ergebnis einer Mimikfaltenbehandlung mit Botox ist daher immer nur so gut wie der behandelnde Facharzt. Patientinnen und Patienten, die sich für eine Mimikfaltenbehandlung entschieden haben, sollten darauf achten, einen Behandler aufzusuchen, der langjährige Erfahrung und umfassende Fachkompetenz auf diesem Gebiet mitbringt. 
So kann vermieden werden, dass es nach der Behandlung zu einer maskenhaften Mimik kommt. Ein erfahrener Facharzt weiß am besten, wie viele Einheiten Botox für welche Faltenart und -ausprägung benötigt werden. Soll verantwortungsvoll mit dem Wirkstoff umgegangen werden, wird anfangs lieber etwas weniger Botox gespritzt, um eine Überkorrektur zu vermeiden. Auf Wunsch kann später immer noch nachkorrigiert werden. Ähnliches gilt für die Faltenunterspritzung mit Hyaluronsäure, obgleich hier nicht nur erfahrene Ärzte, sondern auch qualifizierte Heilpraktiker grundsätzlich dazu berechtigt sind, den Eingriff vorzunehmen. Trotzdem sollte auch hier die Qualität und Kompetenz der Klinik an allererster Stelle stehen, um zu vermeiden, dass das Resultat künstlich oder unnatürlich aussieht. 

Welche Risiken bestehen?

Bei der Mimikfaltenbehandlung, sei es nun eine Mimikfaltenbehandlung mit Botox oder eine Faltenunterspritzung mit Hyaluronsäure, handelt es sich grundsätzlich nicht um ein operatives Verfahren, sondern vielmehr um einen minimalinvasiven Eingriff. Dadurch ist das Risiko für Komplikationen äußerst gering. Ödeme, leichte Schwellungen und Blutergüsse können zwar auftreten, sind in den meisten Fällen jedoch nicht behandlungsbedürftig. Innerhalb von ein paar Tagen verschwinden sie von selbst wieder. Auch geringe Schmerzen, ein leichter Juckreiz oder vorübergehende Entzündungen sind möglich, lassen sich aber gut behandeln.

Echte Behandlungsfehler, die bei einer Botoxbehandlung zum Beispiel zu einem hängenden Augenlid führen können, sind äußerst selten. Zudem können sie durch eine Nachbehandlung korrigiert werden. Verunreinigte Produkte, ein unerfahrener Behandler und ungenügende Desinfektion können ungleichmäßige Ergebnisse und unerwünschte Komplikationen begünstigen. Das gleiche gilt für die Faltenunterspritzung mit Hyaluronsäure: So kann eine zu oberflächliche Injektion in die Haut zum Beispiel zur Bildung von Wulsten führen. Wird der Füllstoff dagegen zu tief in die unteren Hautschichten gespritzt, ist ein übermäßig schneller Abbau die Folge. Aus diesem Grund ist es wichtig, dass Hyaluronsäure immer in eine bestimmte Tiefe injiziert wird. Auch zu große oder zu geringe Mengen des Wirkstoffs können zu suboptimalen Ergebnissen führen. Patientinnen und Patienten tun daher gut daran, bei der Auswahl ihrer Klinik Vorsicht walten zu lassen. Ein qualifizierter Facharzt, so zum Beispiel ein Facharzt für Plastische und Ästhetische Chirurgie, ist die richtige Wahl für eine Mimikfaltenbehandlung. Er nämlich wird nicht nur die Wirkstoffdosis präzise auf die jeweilige Patientin oder den jeweiligen Patienten abstimmen, sondern auch die Injektionspunkte präzise setzen. 

Wie lange sind die Ergebnisse sichtbar?

Die Ergebnisse einer Mimikfaltenbehandlung mit Botox sind für gewöhnlich drei bis neun Monate lang sichtbar. Danach muss der Eingriff wiederholt werden, um das Ergebnis beizuhalten. Allerdings zeigt die Erfahrung, dass sich die Intervalle zwischen den Behandlungen mit jeder Injektion verlängern. So steigt die Dauerhaftigkeit des Resultats mit jeder einzelnen Botoxbehandlung.

Auch eine Faltenunterspritzung mit Hyaluronsäure ist nicht dauerhaft haltbar: Hyaluronsäure gilt als mittelfristig abbaubar. Durch die spezielle Aufbereitung des Wirkstoffs dauert es für gewöhnlich zwischen drei und zwölf Monaten, bis die Hyaluronsäure vollständig verstoffwechselt ist. 
Da die Substanz allerdings eine Neubildung von Kollagenfasern im Bindegewebe bewirkt, können die Effekte auch länger anhalten: Selbst nach dem vollständigen Abbau der Hyaluronsäure bleibt kollagenfaserreiches Bindegewebe zurück, das die Haut insgesamt jünger und straffer wirken lässt. Der Eingriff selbst, sei es nun eine Mimikfaltenbehandlung mit Botox oder eine Faltenunterspritzung mit Hyaluronsäure, ist denkbar unkompliziert: Normalerweise können die alltäglichen Tätigkeiten nach spätestens einer halben Stunde wieder aufgenommen werden. Die Patientin oder der Patient ist in keinster Weise eingeschränkt. Kleine Rötungen oder leichte Schwellungen lassen sich ohne Probleme mit ein wenig Make-up abdecken. Lediglich Saunagänge, sportliche Aktivitäten und körperliche Anstrengungen sowie Schwimmbadbesuche sollten am Behandlungstag möglichst komplett vermieden werden. Damit sich der Wirkstoff optimal verteilen kann, sollte die Patientin oder der Patient sich außerdem für ein bis drei Stunden nicht hinlegen.